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Inhaltsstoffe in Kosmetik: Was du unbedingt meiden solltest

Diese Substanzen stehen in der Kritik – ein Überblick

22. Juni 2026 4 min Lesezeit
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Wer Pflegecreme, Shampoo oder Make-up kauft, schaut selten auf die Rückseite der Verpackung – dabei steckt dort die eigentlich wichtige Information: die INCI-Liste mit allen Inhaltsstoffen in Kosmetik. Manche dieser Substanzen sind harmlos, andere stehen seit Jahren in der Kritik. Dieser Artikel zeigt dir, worauf du achten solltest, wie du die Liste richtig liest und welche Inhaltsstoffe du lieber meiden solltest.

Was ist die INCI-Liste und wie liest du sie richtig?

INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients – ein weltweit einheitliches System, das alle Bestandteile eines Kosmetikprodukts nach ihrem Anteil in absteigender Reihenfolge auflistet. Was am Anfang steht, ist in der größten Menge enthalten; was am Ende steht, macht meist weniger als ein Prozent des Produkts aus.

Die Grundregeln beim Lesen

  • Pflanzliche Inhaltsstoffe tragen oft ihren lateinischen Pflanzennamen, zum Beispiel Aloe Barbadensis Leaf Juice für Aloe vera.
  • Chemische Verbindungen erscheinen in englischer Fachsprache, zum Beispiel Sodium Lauryl Sulfate.
  • Duftstoffe werden häufig pauschal als Parfum oder Fragrance zusammengefasst – ein häufiger Kritikpunkt, da sich dahinter Dutzende Einzelstoffe verbergen können.
  • Konservierungsmittel stehen meist im hinteren Bereich der Liste.

Kostenlose Hilfsmittel nutzen

Es gibt Apps und Datenbanken, in die du INCI-Bezeichnungen eintragen und sofort eine Bewertung abrufen kannst. Das spart Zeit und ersetzt das mühsame Nachschlagen einzelner Begriffe. Wer regelmäßig neue Produkte kauft – vielleicht durch eine Aktion oder einen Rabattcode bei seinem Lieblings-Kosmetik-Shop – sollte sich eine solche App einmal herunterladen.

Umstrittene Inhaltsstoffe in Kosmetik im Überblick

Die folgende Tabelle fasst einige der am häufigsten diskutierten Substanzen zusammen, erklärt ihren Verwendungszweck und zeigt, warum sie in der Kritik stehen.

Inhaltsstoff (INCI) Verwendungszweck Kritikpunkt
Parabene (z. B. Methylparaben) Konservierungsmittel Verdacht auf hormonähnliche Wirkung im Körper
Sodium Lauryl Sulfate (SLS) Schäumungsmittel in Shampoos & Duschgelen Kann Schleimhäute reizen und Hautbarriere schwächen
Mineralöle (Paraffinum Liquidum) Feuchtigkeitssperre, Texturverbesserer Bildet Okklusivfilm, mögliche Verunreinigungen (MOAH)
Formaldehyd-Abspalter (z. B. DMDM Hydantoin) Konservierungsmittel Geben im Laufe der Zeit Formaldehyd ab, Allergenpotenzial
Synthetische Duftstoffe (Parfum) Geruchsgebung Häufig Auslöser von Kontaktallergien, mangelnde Transparenz
PEGs (Polyethylenglykole) Emulgatoren, Feuchtigkeitsspender Können Hautbarriere durchlässiger machen

Parabene und Konservierungsmittel: Der Streit um Hormone

Parabene sind seit Jahrzehnten als Konservierungsmittel in Kosmetika im Einsatz. Der Grund für die anhaltende Kritik: Bestimmte Parabene – allen voran Butyl- und Propylparaben – können im Körper an Östrogenrezeptoren andocken und so theoretisch in den Hormonhaushalt eingreifen. Die EU hat einige langkettige Parabene bereits verboten oder strengen Mengenbeschränkungen unterworfen.

Als Konservierungsalternativen setzen viele Hersteller auf Phenoxyethanol oder natürliche Konservierungssysteme auf Basis von Säuren. Auch diese sind nicht völlig unkritisch: Phenoxyethanol steht bei empfindlicher Haut und bei Säuglingen in der Diskussion. Bei jedem Sale oder jeder Rabattcode-Aktion für Naturkosmetik lohnt es sich deshalb, auch die alternative Formulierung genau zu prüfen – nicht jedes „parabenfrei"-Label bedeutet automatisch eine bessere Wahl.

Silikone und Mineralöle: Glatte Oberfläche, trübe Bilanz?

Was Silikone im Produkt machen

Silikone erkennt man an Endungen wie -cone, -conol oder -siloxane: Dimethicone, Cyclomethicone, Cyclopentasiloxane. Sie glätten, geben Pflegeprodukten eine samtige Textur und lassen Haare glänzen. Der Vorwurf: Sie versiegeln die Haaroberfläche so stark, dass pflegende Inhaltsstoffe nicht eindringen können. Außerdem reichern sich bestimmte zyklische Silikone (D4, D5, D6) in der Umwelt an – die EU hat sie in Wash-off-Produkten bereits eingeschränkt.

Mineralöle und ihre Herkunft

Mineralöle stammen aus der Petrochemie und sind in günstigen Cremes, Lippenpflegeprodukten und Haarpflegemitteln sehr verbreitet. Hochraffinierte Mineralöle gelten als hautverträglich. Problematisch werden sogenannte MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons), die als potenziell krebserregend eingestuft werden. Da die Reinheitsgrade auf der Verpackung selten kommuniziert werden, raten Verbraucherschützer generell zur Zurückhaltung bei Produkten, die Paraffinum Liquidum, Petrolatum oder Cera Microcristallina weit oben in der INCI-Liste führen.

Duftstoffe: Das größte Allergiepotenzial in der INCI-Liste

Laut europäischer Kosmetikverordnung müssen 26 besonders allergene Duftstoffe namentlich auf der Verpackung angegeben werden, wenn sie bestimmte Konzentrationen überschreiten. Dazu gehören unter anderem Limonene, Linalool, Cinnamal und Eugenol. Die Liste wird aktuell erweitert – der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) hat weitere Stoffe zur Kennzeichnung empfohlen.

Was das für dich bedeutet: Ein Produkt, das als parfümfrei bezeichnet wird, enthält keine zugesetzten Duftstoffe – aber möglicherweise ätherische Öle, die ebenfalls Allergien auslösen können. Duftstofffrei oder fragrance free auf dem Etikett ist die verlässlichere Aussage.

So findest du bessere Alternativen – auch beim nächsten Einkauf

Bessere Inhaltsstoffe müssen nicht zwangsläufig teurer sein. Gerade bei Sale-Aktionen und wenn du mit einem Rabattcode einkaufst, lohnt es sich, einige Minuten in den Vergleich von Produkten zu investieren. Folgende Schritte helfen dir dabei:

  1. Fotografiere die INCI-Liste mit einer Zutaten-Check-App, bevor du ein Produkt kaufst.
  2. Prüfe gezielt die ersten fünf Inhaltsstoffe – sie machen den Großteil des Produkts aus.
  3. Suche nach Zertifizierungen wie NATRUE, COSMOS oder dem Ecocert-Siegel als erste Orientierung.
  4. Vergleiche Produkte der gleichen Kategorie nebeneinander, nicht nur anhand des Preises.
  5. Notiere dir Inhaltsstoffe, auf die du reagiert hast, und prüfe neue Produkte gezielt darauf.

Eine weitere praktische Maßnahme: Teste neue Pflegeprodukte zuerst auf einer kleinen Hautfläche, bevor du sie großflächig anwendest. Das gilt besonders für Produkte mit langen Duftstoff-Einträgen in der INCI-Liste.

Fazit: Informiert kaufen zahlt sich aus

Inhaltsstoffe in Kosmetik sind kein Nischenthema mehr – immer mehr Menschen wollen wissen, was sie täglich auf ihre Haut auftragen. Die gute Nachricht: Mit ein bisschen Übung lässt sich die INCI-Liste schnell lesen. Du musst kein Chemiker sein, um problematische Substanzen zu erkennen. Es genügt, die Namen der kritischen Stoffe einmal zu kennen und beim Einkaufen darauf zu achten.

Dein nächster Schritt: Nimm das Pflegeprodukt, das du am häufigsten benutzt, und scanne die INCI-Liste mit einer kostenlosen Zutaten-App. Du wirst überrascht sein, was du dort findest – und kannst beim nächsten Einkauf, egal ob durch eine reguläre Bestellung oder eine Aktion mit Rabattcode, gezielt zu einer besser formulierten Alternative greifen.

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Parfum & Kosmetik

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