Ratgeber

Bullet Journal starten: Alles, was du wirklich brauchst

Welche Stifte, Notizbücher und Tools du zum Einstieg kaufen solltest

18. Juni 2026 4 min Lesezeit
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Ein Bullet Journal hilft dir, Aufgaben, Termine und Ideen in einem einzigen Notizbuch zu bündeln – ohne teure Apps oder komplizierte Systeme. Bevor du aber anfängst, jeden Stift im Sortiment zu kaufen, zeigen wir dir, womit du wirklich startest: eine ehrliche Minimalausstattung, die funktioniert, ohne dein Budget zu sprengen.

Ob du als Einsteiger erst testen möchtest oder direkt mit einem soliden Setup loslegen willst – dieser Ratgeber zeigt dir, welche Materialien sich lohnen und worauf du beim Kauf achten solltest.

Was ist Bullet Journaling überhaupt?

Das Bullet-Journal-System wurde von Ryder Carroll entwickelt und kombiniert To-do-Liste, Kalender und Tagebuch in einem Notizbuch. Das Herzstück ist die sogenannte Rapid Logging-Methode: Einträge werden mit kurzen Symbolen (Bullets) markiert – ein Punkt für Aufgaben, ein Kreis für Termine, ein Strich für Notizen.

Das Schöne daran: Du brauchst kein Vorwissen und kein Talent fürs Zeichnen. Das System passt sich dir an, nicht umgekehrt. Aufwendige Layouts sind optional – viele Nutzerinnen und Nutzer führen ihr Bullet Journal seit Jahren nur mit einem schwarzen Stift.

Das Minimal-Setup: Was du wirklich brauchst

Vergiss vorerst Washi-Tape, Aquarellfarben und zehn verschiedene Fineliner. Zum Starten reichen drei Dinge:

  • Ein Notizbuch mit Punktraster – das sogenannte Dotted Grid gibt dir Orientierung ohne starre Linien.
  • Ein schwarzer Feinliner oder Kugelschreiber – für alle Texte und Symbole.
  • Ein Lineal oder eine Schablone – für saubere Tabellen und Kalenderseiten.

Damit lässt sich ein vollständiges Bullet Journal führen. Alles andere ist Erweiterung, keine Voraussetzung.

Das Notizbuch: Worauf du achten solltest

Das Notizbuch ist die wichtigste Investition. Achte auf folgende Eigenschaften:

  • Dotted Grid (Punktraster) statt Blanko oder Linien – bietet maximale Flexibilität beim Layout.
  • Papierqualität ab 100 g/m² – dünneres Papier zeigt Durchschlag, besonders bei Filzstiften.
  • Fadengebundene Bindung – das Buch liegt flach auf und übersteht intensive Nutzung.
  • Format A5 – handlich genug für unterwegs, groß genug für Übersichten.
  • Nummerierte Seiten – praktisch, aber auch nachträglich selbst hinzufügbar.

Bekannte Notizbücher wie das Leuchtturm1917 oder das Scrivwell sind in Schreibwaren-Onlineshops erhältlich. Gerade bei Saisonaktionen lohnt es sich, auf einen Rabattcode zu achten – viele Shops bieten bei Erstbestellung oder Newsletter-Anmeldung eine Aktion an.

Stifte für den Start: Drei Kategorien reichen

Statt eines riesigen Sets empfehlen wir dir drei Stift-Kategorien:

  1. Feinliner 0,3–0,5 mm – für Schrift, Symbole und feine Linien. Marken wie Staedtler, Stabilo oder Micron sind erprobt.
  2. Brush Pen (dünn) – für Überschriften und gestalterische Elemente. Wer keine Kalligrafie mag, lässt das weg.
  3. Doppelseitige Marker oder Highlighter – zum farblichen Markieren von Kategorien, z. B. Arbeit, Privat, Sport.

Wichtig: Teste Stifte immer erst auf einer hinteren Seite deines Notizbuchs. So erkennst du, ob Tinte durchschlägt – bevor du eine fertige Seite ruinierst.

Notizbücher im Überblick: Ein Vergleich

Notizbuch-Typ Besonderheiten Geeignet für
Leuchtturm1917 A5 Nummerierte Seiten, Inhaltsverzeichnis, 249 Seiten, 120 g/m² Einsteiger & Fortgeschrittene
Moleskine Dotted Weiches Cover, 200 Seiten, 70 g/m² (Achtung: etwas dünner) Unterwegs, minimalistischer Stil
Rhodia Webnotebook 90 g/m², gebundenes Cover, sehr glattes Papier Stift-Enthusiasten, Füller-Freunde
Scrivwell / Eigenmarken Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 120 g/m², verschiedene Farben Preisbewusste Einsteiger
Nuuna / Designer-Notizbücher Besondere Optik, hochwertige Verarbeitung Gestalterisch ambitionierte Nutzer

Digitale Ergänzungen: Wann ein Tool sinnvoll ist

Ein Bullet Journal lebt von der analogen Erfahrung. Trotzdem gibt es Situationen, in denen ein digitales Hilfsmittel Sinn ergibt.

Schriftvorlagen und Layout-Inspirationen

Plattformen wie Pinterest oder Instagram zeigen dir Tausende Layoutideen – von minimalistisch bis aufwendig dekoriert. Du brauchst keinen Account, um die Bilder zu sehen. Nutze sie als Inspiration, nicht als Anspruch an dich selbst.

Vorlagen-Apps für den Einstieg

Wer zunächst ausprobieren will, bevor er Geld ausgibt, kann mit einer einfachen Rasterzeichnungs-App auf dem Tablet loslegen. GoodNotes oder Notability erlauben digitales Bullet Journaling mit ähnlichen Prinzipien. Auf Dauer empfehlen viele aber das analoge Original – der haptische Aspekt ist ein wesentlicher Teil des Erlebnisses.

Häufige Anfängerfehler und wie du sie vermeidest

Wer mit dem Bullet Journal beginnt, macht oft dieselben Fehler. Hier sind die häufigsten – und wie du es besser machst:

  • Zu viel auf einmal kaufen: Starte mit einem Notizbuch und zwei Stiften. Weitere Materialien kaufst du, wenn du weißt, was du vermisst.
  • Zu perfektionistische Layouts: Ein verschriebenes Wort oder eine schiefe Linie macht dein Bullet Journal nicht kaputt. Seite umblättern, weitermachen.
  • Das System zu komplex machen: Zu viele Seiten-Typen überfordern am Anfang. Starte mit Monatsübersicht, Wochenübersicht und täglichem Log.
  • Unregelmäßiges Führen: Das Bullet Journal braucht tägliche Aufmerksamkeit, mindestens 5–10 Minuten. Leg es abends auf deinen Schreibtisch, nicht ins Regal.
  • Fehlende Migration: Nicht erledigte Aufgaben sollten regelmäßig übertragen oder bewusst gestrichen werden – das ist ein Kernprinzip des Systems.

Wo und wann du am besten kaufst

Schreibwaren sind ein Bereich, in dem sich Geduld beim Einkauf lohnt. Viele Online-Shops bieten regelmäßig einen Sale auf Notizbücher und Stifte an, besonders rund um Schulanfang, Jahreswechsel oder Weihnachten. Wer auf einen Rabattcode wartet, findet diesen oft bei Newsletter-Anmeldungen oder auf Gutscheinportalen.

Beim Stöbern auf Portalen wie vorteilplus.de lohnt ein kurzer Check, bevor du zur Kasse gehst – manche Shops für Schreibwaren und Bürobedarf haben regelmäßig laufende Aktionen, die sich ohne großen Aufwand nutzen lassen.

Tipp: Kaufe Stifte wenn möglich als Set statt einzeln – der Stückpreis ist meistens deutlich günstiger, und du hast direkt eine kleine Auswahl für verschiedene Anwendungen.

Fazit: Klein anfangen, konsequent führen

Das Bullet Journal ist kein Hobby, das teure Ausstattung verlangt. Ein gutes Notizbuch mit Punktraster, ein zuverlässiger Feinliner und ein paar Minuten täglich reichen vollkommen aus, um das System auszuprobieren. Lass dich nicht von aufwendigen Layouts im Internet einschüchtern – die meisten Menschen, die ihr Bullet Journal wirklich regelmäßig nutzen, setzen auf schlichte, funktionierende Seiten.

Dein nächster Schritt: Hol dir ein A5-Notizbuch mit Dotted Grid und einen Feinliner 0,4 mm. Richte auf den ersten drei Seiten einen Future Log, eine Monatsübersicht und einen täglichen Log ein – und fang heute noch an. Bevor du kaufst, schau kurz nach einem aktuellen Rabattcode für deinen bevorzugten Schreibwaren-Shop.

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Foto & Schreibwaren

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